Gesundheit aktuell

Hier unser Ratgeber des Monats

Jeder dritte Krebsfall ließe sich vermeiden – nur wie?

Andrea Homann PTA, FachPTA für Ernährungsberatung
Andrea Homann
FachPTA für Ernährungs­beratung

Ihr Apothekentipp für Februar von Andrea Homann

Barbara Zoller, Apothekerin
Barbara Zoller
Apothekerin

Ihr Apothekentipp für Februar von Barbara Zoller

Die Di­ag­no­se Krebs könn­te vie­len er­spart blei­ben. Etwa 30 Prozent der Fälle las­sen sich, wie man ver­mutet, durch ein­fache Än­de­run­gen im Le­bens­stil vermeiden.

Doch welche sind die größten Ri­si­ken?

Rauchen
Ein Las­ter birgt das größte Ri­si­ko für Krebs schlecht­hin: das Rau­chen. Schät­zun­gen des Zen­trums für Krebs­re­gis­ter­da­ten zu­fol­ge, wurden 2008 in etwa 15 Prozent aller Krebs­er­kran­kun­gen in Deutsch­land durch Ta­bak­kon­sum ver­ur­sacht. Ex­per­ten wis­sen heu­te, dass Rau­chen nicht nur ein Bron­chi­al­kar­zi­nom ver­ur­sa­chen kann, son­dern auch zahl­rei­che an­de­re Tumor­ar­ten be­güns­tigt – von Kehl­kopf- bis Spei­se­röh­ren­krebs.

Übergewicht
Wer zu vie­le Fett­pols­ter mit sich he­rum­trägt, ins­be­son­de­re am Bauch, kann unter an­de­rem eher ei­nen Tu­mor im Dick­darm oder in der Bauch­spei­chel­drü­se be­kom­men. Krebs­for­scher ra­ten des­halb, ein nor­ma­les Ge­wicht an­zu­stre­ben. Über­ge­wicht ist oft die Fol­ge von un­ge­sun­der Er­näh­rung und man­geln­der Be­we­gung. Jede Art von Ak­ti­vi­tät zählt mit: also auch Trep­pen stei­gen, Put­zen, Bü­geln, Gar­ten­ar­beit und Spa­zie­ren gehen. Min­des­tens eine halbe Stunde pro Tag sollten sich Mann und Frau aller­dings etwas in­ten­si­ver be­we­gen, etwa walken, Rad fahren oder schwim­men. Je aktiver ein Mensch ist, desto ef­fek­ti­ver kann er sich wohl vor Krebs schützen.

Mit Obst und Gemüse gegen Krebs?
Ob mehr Obst und Ge­mü­se bes­ser ei­nem Tumor vor­beu­gen kann, wis­sen For­scher der­zeit nicht. Den­noch em­pfiehlt der World Cancer Research Fund reich­lich Obst und Ge­mü­se zu es­sen, da diese Le­bens­mit­tel unter an­de­rem we­nig Ka­lo­rien ent­hal­ten und Bal­last­stof­fe lie­fern. Bal­last­stof­fe, davon gehen Er­näh­rungs­ex­per­ten heute aus, kön­nen Darm­krebs vor­beu­gen.

Alkohol er­höht Ri­si­ko für be­stimm­te Krebs­arten

Stu­dien be­le­gen, dass Men­schen, die viel Al­ko­hol trin­ken, ver­mehrt an Spei­se­röh­ren-, Ra­chen-, Mund- und Kehl­kopf­krebs er­kran­ken.

Wer auf ei­nen ge­sun­den Le­bens­stil ach­tet und die be­kann­ten Ri­si­ken meid­et, kann sich zu­min­dest ein Stück weit vor Krebs schützen.

Wichtig: Gehen Sie zur Krebsvorsorge!
Wich­tig ist, auf je­den Fall die ge­setz­li­chen Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen wahr­zu­neh­men. Nur wenn ein Tu­mor recht­zei­tig ent­deckt wird, kann er unter Um­stän­den noch gut be­han­delt wer­den. Eine Mam­mo­gra­phie kann bei­spiels­wei­se Brust­krebs in ei­nem frü­hen Sta­di­um auf­decken. Un­ter­sucht der Arzt die Haut im Rah­men des Haut­krebs-Screenings, kann er früh­zei­tig ver­däch­ti­ge Haut­ver­än­de­run­gen er­ken­nen. Mit ei­ner Darm­spie­ge­lung las­sen sich un­ter an­de­rem Po­ly­pen im Darm fin­den und wäh­rend des Ein­griffs ent­fer­nen.