Gesundheit aktuell

Hier unser Ratgeber des Monats

Brustkrebs – Symptome, Früherkennung, Risikofaktoren

Christine Dietsch, PTA, FachPTA für Dermopharmazie

Ihr Apothekentipp für Juni von Christine Dietsch

Andrea Beck PTA
Andrea Beck
PTA

Ihr Apothekentipp für Juni von Andrea Beck

Verhärtungen oder Knoten in der Brust kommen häufig vor. Meistens sind sie gutartig. Gehen Sie einer Veränderung trotzdem auf den Grund.

In der Anfangsphase verursacht Brustkrebs meist keine Beschwerden. Aber es gibt Warnzeichen: Die Brüste sind in ihrer Größe oder Form neuerdings unterschiedlich, beim Abtasten der Brust oder Achselhöhle fallen Knoten oder Verhärtungen auf, die Brustwarze ist eingezogen und/oder sondert Sekret ab und die Haut der Brust erscheint an einer Stelle grübchenartig, ist gerötet oder schuppt sich permanent. Manchmal geht das auch mit einem Ziehen in der Brust, Schmerzen oder Schwellungen einher.

Brustkrebsfrüherkennung

Früherkennungsuntersuchungen beim Frauenarzt, bildgebende Verfahren, vor allem Mammografie und Ultraschall, Gewebeproben – in diesem Rahmen bewegt sich die Diagnostik von Brustkrebs. Die gesetzlich verankerte Früherkennungsuntersuchung der Brust richtet sich an Frauen ab 30. Was Sie selbst tun können: einmal im Monat zum selben Zeitpunkt Ihre Brüste abtasten, vor den Wechseljahren am besten an den ersten 10 Tagen nach der Regelblutung. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist eine wichtige Ergänzung zur ärztlichen Vorsorge. Vorteil: Sie bekommen ein Gefühl für die Beschaffenheit der Brust und können Auffälligkeiten bewusster wahrnehmen. Eine Anleitung hierzu gibt es in der Apotheke.

Risikofaktoren und Vorbeugung

Lebensstil, Vererbung und Hormone beeinflussen die Entstehung von Brustkrebs. Lebensstil: Bewegungsmangel und Übergewicht können das Brustkrebsrisiko steigern. Ebenfalls riskant: häufiger Konsum von Alkohol und Rauchen. Zahlreiche Chemikalien und Schadstoffe, die z.B. beim Grillen und Braten von Fleisch und Fisch entstehen werden als Risikofaktoren diskutiert. Stress hat dagegen keine erkennbaren Auswirkungen, allerdings zählen Nacht- und Schichtarbeit mitunter als Risikofaktoren. Vererbung: Erblich bedingt sind etwa zehn Prozent der Brustkrebsfälle. In diesem Fall sollten Sie auf eine medizinische Beratung über die weitere Vorgehensweise zurückgreifen. Hormone: Mehrere Schwangerschaften mit anschließenden Stillperioden (am besten eineinhalb bis zwei Jahre) können das Brustkrebsrisiko senken. Dass die Gabe von Hormonen, egal ob zur Empfängnisverhütung oder als Hormonersatztherapie, immer wieder diskutiert wird, ist bekannt. Wichtig ist eine individuelle Beurteilung durch einen Gynäkologen, der Nutzen und Risiko am besten abwägen kann. Denn diese Entscheidung ist abhängig von verschiedenen Faktoren: dem Lebensalter, einer Vorerkrankung, der speziellen Zusammensetzung und Hormonart sowie der Form der Zuführung bzw. Darreichungsform. Unser Tipp: Lassen Sie sich umfassend aufklären!

Fazit: Direkte Ursachen von Brustkrebs sind derzeit nicht bekannt. Aber: Ein gesunder Lebensstil hilft auf jeden Fall das Brustkrebsrisiko zu senken.