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Nasennebenhöhlenentzündung: Was tun?

Birgit Eberth Apothekerin, Heilpraktikerin
Birgit Eberth
Apothekerin, Heilpraktikerin

Ihr Apothekentipp für Oktober von Birgit Eberth

Sibylle Bimmrich PTA, Heilpraktikerin
Sibylle Bimmrich
PTA, Heilpraktikerin

Ihr Apothekentipp für Oktober von Sibylle Bimmrich

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann akut oder chronisch verlaufen. Mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung erfahren Sie hier.

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädelknochen und mit Schleimhaut ausgekleidet. Die dortigen Zellen bilden einen Sekretfilm, der durch bewegliche Härchen den Schmutz aus den Höhlen und der Nase Richtung Rachen transportiert. Entzündet sich die Schleimhaut, z. B. durch eine Erkältung, wird mehr Sekret gebildet und sie schwillt an. Die Nebenhöhlen werden nicht mehr richtig "belüftet" und das Sekret kann schlechter abfließen. Ein idealer Nährboden für Krankheitserreger.

Akut und chronisch

Häufigster Auslöser der akuten Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): ein grippaler Infekt. Heuschnupfen und Zahnprobleme kommen ebenfalls in Frage. Sie klingt meist nach zwei bis vier Wochen ab. Dauert es länger als zwölf Wochen, liegt eine chronische Sinusitis vor. Entstehung durch: Nasenpolypen, anatomische Probleme, Asthma oder ein schwaches Immunsystem.

Symptome

Typische Symptome einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind: Kopf- und Gesichtsschmerzen, Abfluss von teils eitrigem Sekret in den Rachen, gestörter Geruchssinn, verstopfte Nase, Zahnschmerzen und ein evt. starkes Krankheitsgefühl mit grippalem Infekt. Außerdem: ein Druckgefühl über Stirn und/oder Wangenknochen mit einer Verschlimmerung beim Bücken. Die Beschwerden beschränken sich oft nur auf eine Kopfseite. Die Zeichen der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind oft unauffälliger. Die Betroffenen fühlen sich evt. weniger leistungsfähig, spüren ein dumpfes Druckgefühl über den Nebenhöhlen, leiden immer wieder unter Kopfschmerzen oder Infekten, können nur schlecht durch die Nase atmen und Gerüche nicht mehr so gut wahrnehmen. Manche Patienten spüren einen ständigen Schleimfluss im Rachen.

Therapie

Bei einer chronischen Sinusitis hängt die Therapie von der Ursache ab (z.B. Desensibilisierung, operativer Eingriff). Bei einer akuten Sinusitis eignen sich abschwellende Nasentropfen oder –sprays. Kortison haltige Mittel beschleunigen die Heilung. In einigen Fällen kommen auch Antibiotika zum Einsatz. Schleimlösende, fiebersenkende, entzündungshemmende Präparate und Schmerzmittel lindern Beschwerden. Zur Auswahl und Anwendung der Präparate berät Sie der Arzt oder Apotheker! Nasenspülungen, Luftbefeuchter und viel trinken helfen ebenfalls. Und ganz wichtig: immer auskurieren!